FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ist es überhaupt sinnvoll, für die Antragstellung eines Förderprogrammes extra eine Beratungsgesellschaft einzuschalten? Warum sollte ich das tun?

Die Beantragung von Förderprogrammen ist für Gründer eine aufwendige Angelegenheit, die sie von ihrem Kerngeschäft abhält. Die Zeit für das Studium von umfangreichen Förderbestimmungen, die Abstimmungen mit den Förderinstitutionen und das Ausfüllen und die Zusammenstellung von Formalien muss so auf jedem Fall eingeplant werden, damit das Projekt erfolgreich geplant und umgesetzt werden kann. Ein Fehler bei der Antragstellung kann bereits zum Ausschluss führen.

Die Mandatierung von meist sehr kostenintensiven Beratungsleistungen tun jedem Unternehmer weh. Allerdings werden im Bereich des Fördermittelmanagements oftmals erst dann die Provisionen fällig, wenn die Förderungszusage auch tatsächlich erfolgt ist. Da insbesondere technologisch sehr innovative Unternehmen auch Zuschussanteile  beanspruchen können, ist der Mehrwert der Förderung (Darlehen plus Zuschuss) in einer frühen Unternehmensphase für die Unternehmen Gold wert, da sie zusätzliche unternehmerische Freiräume in der Wachstumsphase bekommen und sich darüber hinaus auf das Voranbringen des Core-Business fokussieren können.

Die Entscheidung ob Pro oder Contra Beratung wird letztlich zur Make-or-Buy Entscheidung.  Erfolgt keine Bewilligung, so trägt das Risiko zum großen Teil der Berater, erfolgt die Bewilligung so entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Mit wieviel Aufwand muss ich als Gründer für eine Fördermittelbeantragung rechnen und wieviel kann mir die Fördermittelberatung davon abnehmen?

Grundsätzlich ist der Aufwand schon als hoch zu bezeichnen und ohne weitere Unterstützung werden die Schlüsselpersonen in der Phase vor der eigentlichen Antragstellung stark beansprucht. Es gilt hier, natürlich auch abhängig vom Förderprogramm, in den zweistufigen Verfahren wie ProFIT eine rd. 50 bis 60 Seiten in sich plausible Projektbeschreibung zu erstellen, die vor allem in technischer Hinsicht sehr intensiv beschreibt, wie man gedenkt, die einzelnen Arbeitspakete umzusetzen und wo die Risiken der Umsetzung liegen. Danach gibt es eine Abstimmungsrunde mit den Fachgutachtern und wiederholte Anpassungen, bis es letztlich für die Antragstellung passt. Ebenfalls sind eine Reihe von formellen Dingen auszufüllen und beizubringen. Der Aufwand für den Gründer reißt auch mit Projektbeginn nicht ab, denn ab diesem Zeitpunkt gilt es die Buchhaltung für die Verwendungsnachweise richtig aufzustellen, Änderungs- bzw. Umwidmungsanträge und Stundenaufschreibungen zu prüfen und einzureichen.

Die FörderProtech kann den Gründern hier extrem den Rücken freihalten. Bei guter Organisation sind in wenigen Tagen die Inhalte in Workshops zusammengetragen. Die Vorbereitung der Projektbeschreibungen, die Einreichung und Abstimmungen bei der Förderinstitution sind Mehrwerte, die Mandanten schätzen. Dies gilt insbesondere wenn sie das zweite oder dritte Mal eine Förderung mit einem Berater zur Unterstützung angehen. Ist die Förderung erteilt, ist der Förderberater (ähnlich wie ein Steuerberater) derjenige, der auf Fristen achtet, die Belege sortiert, aufbereitet und die gesammelten Unterlagen mundgerecht der zuständigen Investitionsbank zur Verfügung stellt.

Bleiben insgesamt bestimmte Aufgaben zwar stets im Verantwortungsbereich des Unternehmers, so liegt der dem Unternehmen eingesparte zeitliche Aufwand bei geschätzt rd. 80% im Vergleich zur Erstellung in Eigenleistung. Dies variiert in Korrelation mit der Erfahrung in der Fördermittelbeantragung. Auch sind bei derartigen betriebswirtschaftlichen Überlegungen  die Opportunitätskosten mit einzubeziehen (also welche Ergebnisse würden erzielt, wenn sich die Verantwortlichen in der Zeit mit ihren Kernaufgaben beschäftigt hätten).

FörderProtech reduziert den Aufwand für den Gründer deutlich, während dieser sich um das Voranbringen seiner Idee kümmern kann. – save time for your business –

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, dass ich eine Chance für eine Förderung bekomme und wie kann ich die Gespräche mit einem Förderberater am besten vorbereiten?

Grundsätzlich sind die Unternehmen die zu uns kommen schon durch intensive Transaktionsverfahren gegangen und haben Pitch-Decks erarbeitet, die in der einen oder anderen Form schon sehr intensiv die Zukunft in Form eines Business Plans abbilden. Trotzdem zielt der Bereich der öffentlichen Förderung hier noch ein wenig in eine andere Richtung. Zuerst geht es vielfach um eine Projektförderung, das bedeutet, dass ein innovatives Projekt (bei der Technologieförderung) überhaupt erst einmal in der Pipeline sein muss (und klar abgrenzbar zu den bisherigen Aktivitäten). Das bedeutet aber auch, dass sowohl die Arbeitspakete und auch die Projektkosten in einer gewissen Weise schon vorgedacht werden müssen.

Letztlich muss das Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllen (wie wirtschaftliche Stabilität, Clusterzugehörigkeit, Möglichkeiten den finanziellen Eigenanteil zu erbringen) und auch das Projekt (wie Technologiegrad, ausreichend tragfähiger Markt, Amortisationszeitraum, technisches Knowhow für die Umsetzung).

Hier sollte man sich zunächst mit dem Fördermittelberater austauschen und die Schritte besprechen, die angegangen werden müssen, damit Chancen für einen Förderantrag bestehen. Einen Fördermittelcheck bieten wir als Einstieg unentgeltlich an.

Es ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass es für Fördermittelberatungen infolge der Provisionsmodelle wichtig ist, nur die Projekte auszuwählen, die hohe Erfolgschancen zur Förderung haben. Insofern fallen viele Projekte die nicht förderfähig sind durch das Prüfungsraster. Oftmals muss auch der richtige Zeitpunkt abgewartet werden. Wenn Finanzrunden abgeschlossen wurden, sind Herausforderungen, wie die Unternehmensstabilität über die nächsten Monate abzusichern, leichter zu bewältigen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ich erst die Finanzierungsrunde abschließen muss und mich erst dann um eine öffentliche Finanzierung kümmern kann? Warum geht dies nicht umgekehrt?

Das stimmt nur bedingt. Wichtig ist für die öffentliche Hand in vielen Förderprogrammen, dass das Unternehmen wirtschaftlich stabil ist. Hier werden öffentliche Fördergelder vergeben und diese sollen auch gezielt für innovative, risikoorientierte Geschäftsideen zur Verfügung gestellt werden. Was die öffentliche Hand allerdings nicht möchte, ist Geld „zu verschleudern“. Das bedeutet auch, dass Unternehmen, die bereits in ihren Planungen nicht darstellen können, dass sie die nächsten Monate lebensfähig sind und die zur Verfügung gestellten liquiden Mittel aufgebraucht sind, dann keine Förderung erhalten bzw. diese nur mit Auflagen versehen werden.

Insofern macht es aus Unternehmenssicht schon Sinn, direkt nach einer erfolgreichen VC-Runde zeitnah die öffentlichen Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen und anzugehen. Auch aus anderen Gründen, wie der Haftung, ist ein schnelles Handeln hier vorteilhaft.

Kann eine Haushaltssperre Einfluss auf das ProFIT Programm bzw. die Auszahlung von bereits bestätigten Mitteln haben?

Nein, denn ProFIT wird durch den revolvierenden ProFIT-Fonds finanziert. Haushaltssperren im Land Berlin haben keine Auswirkungen auf die Förder- und Auszahlungsaktivitäten des Programms. Der Fonds speist sich aus Landes- und EFRE-Mitteln und den Rückflüssen der rückzahlbaren Förderungen (Darlehen). Durch die Fondskonstruktion besteht für die Kunden Planungs- und Auszahlungssicherheit, da die Fördermittel unabhängig von der Haushaltslage ausgezahlt werden können und damit die früheren Nachteile von auftretenden Haushaltssperren nicht mehr zu Projektverzögerungen führen.

Berlin und Brandenburg verfolgen mit innoBB eine gemeinsame Innovationsstrategie. Darüber hinaus gibt es in beiden Bundesländern die gleichen Förderprogramme wie ProFIT oder GRW. Gibt es in den Programmen Unterschiede?

Ob Berlin oder Brandenburg, die jeweils gleichen Programme gehen auch von den gleichen Zielrichtungen aus. Bei den ProFit Programmen sind unterschiedliche Konditionen, Auszahlungsmodalitäten und Besonderheiten zu berücksichtigen. Bspw. werden Darlehen in Brandenburg bis max. 3 Mio. EUR pro Projekt gefördert, mit einer Darlehenslaufzeit von 10 Jahren, hingegen ist der Förderhöchstbetrag in Berlin im Darlehensbereich bei 1 Mio. EUR , begrenzt bei bis zu 8 Jahren. Auch die maximalen nicht rückzahlbaren Zuschüsse sind in Brandenburg mit 3 Mio. EUR deutlich höher als in Berlin (maximal 1 Mio. EUR). Für das Segment der IBB in Berlin ist darüber hinaus zu berücksichtigen, dass neben der ProFIT Projektfinanzierung auch noch das Förderprogramm ProFIT Frühphasenfinanzierung existiert, das andere Zielrichtungen unterstützt.

Bei dem Vergleich der GRW Programme ist es ähnlich. Zwar orientieren sich die Programme als Bund-Länder-Förderung am GRW-Koordinierungsrahmen (Download), allerdings obliegt die dezidiertere Ausgestaltung den Ländern. Somit sind alle GRW-Programme ob in Niedersachsen, Brandenburg oder Berlin auf jeweilige besondere Situationen ausgerichtet. Für das GRW Brandenburg gibt es bspw. Erhöhungen der Förderquoten, soweit der Antragsteller beabsichtigt, seine Betriebsstätte in den Grenzregionen in Richtung Osten zu errichten.

Trotz der Unterschiede in den Details spielen diese in Realiter eine untergeordnete Rolle. So ist der Sitz der Gesellschaft eine strategische Entscheidung, die sich vielfach nach Möglichkeiten der Rekrutierung von Mitarbeitern richtet, weniger nach Optionen aus den Förderprogrammen. Trotzdem kann es natürlich für Unternehmen, die zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit noch beide Optionen der Niederlassung in Betracht ziehen, sinnvoll sein die entsprechenden Unterschiede verstärkt zu berücksichtigen.

Für nähere Informationen steht Ihnen FörderProtech jederzeit zur Verfügung.